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Zum Plan von BASF, nach Amflora für zwei weitere Gen-Kartoffeln eine Zulassung zu erlangen, erklärt Ulrike Höfken, rheinland-pfälzische Abgeordnete und grüne Sprecherin im Bundestag für Agrogentechnik:
Die Pläne von BASF kommen einer Kriegserklärung an alle Kartoffelfreunde gleich. Neben Amflora drohen in Zukunft zwei weitere Gen-Kartoffelsorten auf den Tellern zu landen. Alle drei Sorten haben gemeinsam: durch sie wird die Lebensmittelproduktion massiv verteuert und gefährdet. Und sie sind völlig überflüssig: Wie bei Amflora gibt es auch zu der Gen-Kartoffel „Fortuna“, die resistent gegen die Kraut- und Knollenfäule ist, konventionell gezüchtete risikofreie Alternativen. „Fortuna“ soll sogar nach dem Plan von BASF ausdrücklich als Lebensmittel verwendet werden, was zwangsläufig zu einer Kontamination der noch gentechnikfreien Kartoffelproduktion und -verarbeitung führen würde. Die steigenden Kosten zur Vermeidung von gentechnischen Verunreinigungen im Verarbeitungsprozess zahlen letztlich die Verbraucher, nicht BASF als Verursacher.
Die große Mehrheit der Landwirte, Verbraucher, Verarbeiter und Händler will keine Gen-Knollen – weder für industrielle Zwecke noch als Nahrungsmittel. Selbst der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) oder Stärkehersteller wie Emsland Stärke und Südstärke sind nicht an gentechnisch veränderten Kartoffelsorten interessiert. Umweltministerin Margit Conrad darf ihre Politik nicht zum Nachteil von Umwelt und Verbrauchern in den Dienst der BASF stellen. Das zwanghafte Festhalten an einer veralteten Risikotechnologie ohne gesellschaftliche Akzeptanz wird weder BASF noch der Landesregierung Glück und Erfolg bringen – trotz des schönen Sortennamens „Fortuna“.