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Zur heutigen Zulassung der gentechnisch veränderten Gen-Kartoffel Amflora und dreier Kombi-Gen-Maispflanzen erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Agrogentechnik und Ernährungspolitik:
Mit den heutigen Zulassungsentscheidungen werden Umwelt und Verbraucher doppelt zu Versuchskaninchen gemacht. Die Kommission bricht ihre eigenen Gesetze im Hinblick auf das Verwendungsverbot der risikoreichen Antibiotika-Marker und das Vorsorgeprinzip. Trotz fehlender Sicherheitsbewertung und fehlender Zulassung als Lebensmittel erhält Amflora eine „Verschmutzungslizenz“. Damit kann Amflora bis zu 0,9 Prozent auch im Kartoffelbrei landen. Dadurch wird die "Nulltoleranz" für Verunreinigungen durch nicht zugelassene Gentech-Pflanzen unterlaufen.
Landes- und Bundesregierung betreiben mit ihrer Unterstützung von Amflora Wettbewerbsverzerrung zugunsten von BASF. Die Bundesregierung hat Amflora im Koalitionsvertrag explizit abgesegnet und in Brüssel durchgewunken – gegen die Empfehlung des Bundesamtes für Naturschutz. Die Förderung der technisch überholten Agrogentechnik geht zu Lasten von Verbrauchern und mittelständischer Lebensmittelwirtschaft, die für die Kosten zur Vermeidung gentechnischer Verunreinigungen aufkommen müssen.
BASF sollte zum Schutz des eigenen Rufes darauf verzichten, seinen Ladenhüter Amflora gegen die Interessen von Verbrauchern, Landwirten und der verarbeitenden Industrie durchzudrücken.