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Flugplatz Bitburg

20. Oktober 2009

PM: Flugzeuge gegen Erneuerbare Energien!

Neue Investorenpläne blockieren die Entwicklung realistischer Alternativen

Zum Bekanntwerden der Investorenpläne auf dem Flugplatz Bitburg erklärt Ulrike Höfken MdB und Vorsitzende des Kreisverbandes Bitburg-Prüm von Bündnis 90/Die Grünen:
 
Dank Finanzkrise und den darauf basierenden Gewinnen der neuen Investoren sollen die Fliegerträume in die nächste Runde gehen. Gemäß Michael Billen (Flugplatz Bitburg GmbH)  und dem neuen Investor wird jetzt in den Modellbaukasten gegriffen und – hupps – in 2 bis 15 Jahren ist "Bit-Air" so groß wie Airport Luxemburg-Findel! Zweifel sind erlaubt an der Seriösität einer solchen Planung am grünen Tisch. Weder über die Firma "Stintec" noch über Frank Lamparski ist viel zu erfahren, im Internet kaum ein Eintrag. Erfahrungen im Bereich der Flughafen – Nutzung wohl auch nicht vorhanden.
 
Nur Geld wird nicht reichen, ein trägfähiges Konzept umzusetzen. Angesichts der Krise der Fluggesellschaften, Flughäfen wie auch der genannten Akteure wie Lettland oder Litauen und der eingebrochenen Exportmärkte sind ein paar Fragezeichen bezüglich der versprochenen Arbeitsplätze angebracht. Heute herrscht auf diesen Märkten nicht Wertschöpfung, sondern Preis-Dumping, und die Steuerzahler müssen tief in die Tasche greifen, um die Infrastruktur zu bezahlen.
 
Sollte in 5 Jahren die Passagier- und Fracht-Fliegerei tatsächlich stattfinden, drohen Lärm, Umweltbelastung und Verkehr zu Lasten vieler BürgerInnen. Wie soll denn auf der B 51 noch der "Umschlagplatz" Bit-Air und 2,5 Millionen Passagiere bedient werden?
 
Das Problem ist, dass mit dem neuen Überraschungs-Ei andere gute Konzepte wie das der Bürger-Initiative "Bürger gegen Nachtflug" für die Nutzung Erneuerbaren Energien auf dem Fluggelände behindert oder verzögert werden. Mit einer solchen Nutzung hätten die Kommunen und Einwohner Gewinne statt Kosten, dazu Umweltschutz und viel weniger Lärm.
 
Bündnis 90 /Die Grünen und die Grünen im Kreistag des Eifelkreises verlangen:

  • Die Aussprache zum Thema "Flugplatz Bitburg" auf der Kreistagssitzung soll öffentlich stattfinden und die Mitglieder des Kreistages über Investoren, Konzept und Konsequenzen  informiert werde
  • Die Alternativen zur fliegerischen Nutzung müssen umgehend und ernsthaft in die künftige Nutzungs-Diskussion einbezogen und gegenübergestellt werden
  • Es darf keinerlei Konzept entstehen, dass die BürgerInnen mit noch mehr Lärm und Verkehr belastet. Nachtflug muss ausgeschlossen bleiben.
  • Alle Kosten und Finanzbeteiligungen müssen offengelegt werden.