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Die derzeitigen Milchauszahlungspreise von teilweise unter 30 Cent/Liter macht es den Milchbauern unmöglich eine kostendeckende Produktion auch dauerhaft durchzuführen. In Europa wird es bald wieder Überproduktion geben, die politisch herbeigeführt wird durch die von der EU beschlossene Erhöhung der Milchquote von 2%. Das drückt die Preise. Die Bauern wollen das zu Recht nicht mitmachen.
Wir unterstützen die Bauern in ihrer Forderung nach einem fairen Milchpreis. Die bundesweiten Proteste sind berechtigt und müssen die Molkereien endlich zu einem Umdenken bewegen. Diese dürfen sich nicht länger als Steigbügelhalter der Discounter betätigen. Das Beispiel der "Upländer Bauernmolkerei" zeigt, dass Molkereien den Bauern durchaus einen fairen Preis zahlen können. Wenn dieser von den Handelketten an die VerbraucherInnen kommuniziert wird, sind viele bereit, einige Cent mehr für ihre Milch zu zahlen.
Als Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, trafen sich Ulrike Höfken, MdB, und zahlreiche Mitglieder der Fraktionen des Ausschusses mit dem Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, sowie dem Vorstandsmitglied Martin Kugler, und dem Beirat Jürgen Meenken zusammen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hat um dieses Gespräch gebeten, um den Abgeordneten – auch angesichts des andauernden "Milch-Boykotts" – seine Positionen zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Milchmarkt sowie zum bevorstehenden Health Check zu erläutern.
Wir Grüne setzen uns für eine breite Milchproduktion im gesamten Bundesgebiet und insbesondere der Stärkung der Milchbetriebe in benachteiligten Gebieten wie Mittelgebirgs- und Grünlandregionen ein. Wir unterstützen die Forderung des Bundesverbands deutscher Milchviehhalter (BDM) nach einem flexibleren Milchmengenregulierungsinstrument. Das Instrument soll vor allem regulativ bei Kriseninterventionen den Milchwirtschaftsbereich stützen.
Seehofer muss Verantwortung für alle Milchbauern wahrnehmen
Wir fordern Minister Seehofer und seine Länderkollegen auf,